22.5.2012

10e in Binz

                                                                 Binz, den 19.06.2011

 

Liebes Klassentagebuch,

heute sind wir endlich auf Klassenfahrt gefahren. Am besten finden alle, dass wir keinen Unterricht mehr haben, aber das ist es noch nicht, über das wir heute ausschließlich schreiben. Jedenfalls war heute ein sehr aufregender Tag. Erst mussten wir früh aufstehen, weil wir uns um 9:15 Uhr schon am Berliner Hauptbahnhof getroffen haben. Das hat natürlich den meisten nicht so gut gefallen! Immerhin war es Sonntag und sonntags schläft man ja eigentlich aus. Naja... Diesen Sonntag eben nicht!

Landkarte

 

Zuerst mussten wir die drei Stunden in dem ersten Zug irgendwie überwinden. War nur noch die Frage, wo wir sitzen. Und unsere Koffer? Klar! Die Koffer SAßEN auch. Am Ende blockierten die Koffer nicht nur Sitzplätze, sondern standen auch im Weg der anderen Zugpassagiere. Wir dachten, die Zugfahrt würde total langweilig werden. Darüber hätten wir uns aber gar keine Sorgen machen müssen, denn alle waren gut gelaunt und neugierig, wie die Jugendherberge wohl sein würde. Im zweiten Zug sank die Stimmung und die Müdigkeit setzte ein.

 

Zugfahrt nach Binz

 

Nach vier Stunden sind wir dann endlich in Binz angekommen.Danach sind wir mit Frau Kross und Herrn Dr. Rüßmann in Binz herumgelaufen und haben das Kurdorf erkundigt. Außerdem waren wir noch am wunderschönen Strand spazieren.

Leider hat es die meiste Zeit geregnet, allerdings hat das nicht einige gestört, in die Ostsee zu gehen, um zu schwimmen. Entweder mit Badesachen oder, wenn sie nicht die Zeit aufwenden wollten sich umzuziehen, mit Sachen (und zwar komplett).

Am Ende des Tages gab es das sehnsüchtige Essen, Spagetti Bolognese, und alle stürmten los, um noch was zu bekommen, jedoch waren alle schneller.

Nachdem alle fix und fertig waren und ein wahres Festmahl verspeist haben, konnte jeder noch selbst in dem kleinen Ort herumlaufen. Jeder ging irgendwo hin, jedoch ein Plan von Aktivitäten hatte wirklich niemand. Nachdem alle das begriffen hatten, kamen sie wieder zurück in die Jugendherberge und feierten einfach eine kleine Zimmerparty. Einige haben auch Filme geguckt und manche sind nochmal schwimmen gegangen. Um 21:30 Uhr ging dann endlich das Licht aus, aber ob geschlafen wurde konnte man nicht wissen.

Deine 10e

                                  (Melina Henning und Francesca Krickstadt)

 

 

 

                                                                 Binz, den 20.06.2011

Liebes Klassentagebuch, 

heute ist schon der zweite Tag im Kurort Binz, auf Rügen. Nachdem wir die erste nervenaufregende Nacht verbracht haben, gehen einige sich das Essen vom Vortag abtrainieren, indem sie am Strand joggen. Ansonsten beginnt der sonnige Tag für alle Faulenzer gegen 7:00 Uhr.

Zum Frühstück, das um 8:00 Uhr startet, kann sich jeder so viel nehmen, wie man will. Und viele nahmen sich so viel, dass der Teller schon drohte zusammenzubrechen. Nachdem sich jeder ordentlich und zur Genüge gestärkt hatte, sollte man sich noch ein Lunch-Paket machen. Dieses mal war die 10e nicht so gefräßig, jedoch wussten sie nicht, was sie alles noch zu erwarten hatte. Der stets freundliche Herr Dr. Rüßmann und Frau Kross hatten große Pläne für die Klasse. Sie hatten vor, wandern zu gehen, was die meisten nicht sonderlich verblüffte, sondern eher die zu bewältigenden 5 km. Das Problem war nur, dass es sich am Ende um 8 km handelte, jedoch bei manchen waren es eher gefühlte 10 km.

Wanderung Füße

 

Um 9:15 Uhr ging es von der Jugendherberge los und alle waren noch voller Tatendrang, bis sie an einer langen, glitschigen und steilen Treppe angekommen waren. Nachdem die komische Treppe hinter uns lag, dachten viele, sie hätten das Gröbste schon geschafft, aber die Fakten sahen ganz anders aus.

Der Weg zog sich und aus der einen Stunde von Herrn Rüßmann wurden ca. 2 1/2 Stunden. Der Weg bat viele Hoch- und Tiefpunkte, diese kann man vergleichen mit dem letzten Schuljahr: Alle hatten ihre persönlichen Höhepunkte in der Schule, jedoch gab es im letzten gemeinsamen Jahr auch viele Tiefpunkte und wie kann man die überwinden? Indem man als Klasse zusammenhält und sich gegenseitig hilft und unterstützt, um auch jeden Berg zu bewältigen.

 

Strandkörbe Sellin

Nach der kleinen Wanderung erreichten wir endlich den Ort Sellin, wo wir auch hin wollten. Unser Ziel sollte nun in unmittelbarer Nähe sein, doch lag noch ein kleiner Weg vor uns, dies sollte für die 10e kein weiteres Hindernis darstellen. Und nach ein paar weiteren Metern entdeckten alle aufgeregt unser Ziel: DAS ERLEBNISBAD!

Dort endlich angekommen versuchte jeder als erster in das Gebäude zu kommen und das Gedrängel begann. Nachdem auch der letzte  endlich einen Schlüssel hatte, stürmte die 10e das Erlebnisbad. Nach Umziehen und Abduschen folgte der große, unermüdiche Spaß, indem sich jeder ins Wasser fallen ließ. Aber nicht nur die 10e hatte ihren Spaß, sondern auch Dr. Rüßmann. Nach anfänglicher Zurückhaltung wagte auch Herr Rüßmann den großen Schritt ins erfrischende Wasser und stieß auf volle Begeisterung der umstehenden Schüler.

Nicht nur die Schüler waren nach der anstrengenden Wanderung k. o. und wollten sich etwas ausruhen, sondern auch Frau Kross und Herr Dr. Rüßmann schliefen in ihren gemütlich, weichen Stühlen ein.

Nach dem Besuch im Erlebnisbad ging es zum Rasenden Roland. Der Adrenalinspiegel und die Begeisterung stieg als der Rasende Roland um die Ecke bog und das Gejubel und Geschreie begann.

 

Rasender Roland

Nachdem wir wieder einmal völlig kaputt zur Jugendherberge laufen mussten, hatten wir noch Zeit, bevor das ungenießbare Abendessen (wobei der Salat bei allen ankam) anstand.

Als das Essen beendet war, gingen alle zum Party-Machen und Chillen auf ihre Zimmer.

Deine 10e 

                                                                           (Jasmin Kelm)

 

                               

                                                                 Binz, den 21.06.2011

 

Liebes Klassentagebuch,

heute war ein teils anstrengender, aber teils auch fröhlicher Tag.

Nach dem gestrigen Tag war jeder erschöpft und die, die gestern joggen waren, kamen heute nicht aus dem Bett.

Durch die Unmengen an Menschen, die am Vortag angekommen waren, wurde die Schlange beim Frühstück immer länger und schlängelte sich durch die Mensa. Gegen neun Uhr sollte die Wandertour nach Prora beginnen, jedoch verzögerte es sich um 20 Minuten, da einige dachten, Herrn Rüßmann noch irgendwie umstimmen zu können (leider ohne jeden Erfolg :( ).

Nachdem sich jeder seine Sachen geschnappt hatte, konnte es endlich losgehen. Die ganze Klasse ging mit müden und schweren Füßen den langen, sandigen Weg nach Prora.

Wanderung Prora

In Prora angelagt, gingen wir erstmal 4,5 km an einer zusammenhängenden, verfallenden Häuserkette entlang.

Häuserkette

Im Dokumentationszentrum wurde uns jedoch erklärt, während eines spannenden Film bei dem jedem die Äuglein zufielen, dass die Häuserkette ein Seebad für 20.000 Arbeiter von der KdF sein sollte. Allerdings wurde es nie fertig gestellt. Nach der dortigen Führung von Herrn Schmidt, gingen wir - zur Erleichterung aller - zum Bus und fuhren nach Binz zurück.

Angekommen teilten wir uns in zwei Gruppen: Die einen gingen zurück zur Jugendherberge und die Fastfood-Gang erfüllte ihren Dienst.

Am Strand fanden sich alle wieder. Die 10e suchte sich ein gemütliches Plätzchen und einige rannten in das eiskalte Wasser oder spielten Ball. Nach den ersten Tagen der Anstrengung schleppten wir uns zurück in die Jugendherberge, um etwas zu essen. Nach dem Abendessen machte jeder seine eigenen Aktivitäten - einige kauften ein, gingen essen oder chillten einfach.

Deine 10e

                   (Francesca Krickstadt, Jasmin Kelm und Melina Henning)

 

 

                                                                 Binz, den 22.06.2011

Liebes Klassentagebuch,

heute kam die 10e wieder einmal mit schweren Füßen aus den Betten und schleppte sich nur mühsam zum Frühstücksbuffet. 

Nach dem Frühstück ging es zum Bahnhof, wo wir für eine Stunde unsere Seele baumeln lassen konnten und unsere Füße schonen konnten. Nach der einen Stunde sind wir in Stralsund angekommen und mussten, wer hätte es gedacht, wieder einmal laufen. Herr Dr. Rüßmann hatte sich schon sehr gefreut, uns die Marienkirche und die Nikolaikirche zu zeigen und uns alles mögliche darüber zu erzählen.

Marienkirche

 

Nikolaikirche

 

Anschließend haben wir an einer Rally im Ozeaneum teilgenommen. Manche fanden es interessant und witzig, jedoch gab es auch viele, denen das Laufen zu viel wurde, und deshalb konnten diese die Rally nicht ausreichend genießen.

Ozeaneum

Nachdem wir unseren Besuch im Ozeaneum beendet hatten, ging es zurück zum Rathaus von Stralsund, das wir schon vorher einmal besichtigt hatten. Für die 10e hieß es nun 1 1/2 Stunden: FREIZEIT!

Als es dann Zeit wurde, sich zu treffen, trudelten alle so langsam am Treffpunkt an. Manche aus der Klasse ließen jedoch länger auf sich warten, woduch die ganze Klasse in Zeitverzug kam und sich beeilen musste, um noch die Bahn zu bekommen. Dies sollte aber nicht das einzige Problem sein, dem sich die 10e zu stellen hatte. Es stellte sich heraus, dass man einem Handy nicht immer trauen kann, da es einem auch manchmal den falschen Weg zeigt. Also musste sich die 10e mit Frau Kross und Herrn Dr. Rüßmann noch mehr beeilen.

Schließlich haben wir doch noch unsere Bahn bekommen und konnten entspannt zur Jugendherberge fahren.

Am Abend gingen noch einige an den Strand und wieder andere blieben in der Jugendherberge und entspannten sich von den letzten Tagen. Am Abend würde sicher die ganze 10e in Bett fallen lassen und tief und fest schlafen.

Deine 10e

                                                   (Jasmin Kelm und Marc Kirstein)

 

 

                                                                 Binz, den 23.06.2011

Liebes Klassentagebuch,

nach einer anstrengenden Nacht beginnt auch schon der vierte Tag in Binz für die 10e. Das Frühstück verlief wie jeden Morgen und nachdem sich alle gestärkt hatten und sich wieder einmal ein Lunchpaket gemacht hatten, traf sich die 10e (immer noch verschlafen) gegen 9:45 Uhr vor der Jugendherberge.

Bis zu diesem Zeitpunkt war die Stimmung gespalten, da viele wieder ins Bett wollten und wieder andere ein bisschen was unternehmen wollten, jedoch waren das die wenigsten. Alle waren also gespannt auf das, was heute folgte, da Frau Kross und Herr Dr. Rüßmann der Klasse noch nicht die weiteren Pläne verraten hatten.

Die Klasse hatte sich dazu auch schon einige Gedanken gemacht, viele dachten, dass es zu den Kreidefelsen gehen sollte. Dies war bedauernswerterweise nicht der Fall und so fielen die Hoffnungen der 10e auf etwas Entspannung auf einem Schiff ins Wasser.

Es folgte, man mag es nicht glauben, wieder eine tolle Wanderung zum Jagdschloss Granitz. Herr Rüßmann versicherte uns, dass es sich um einen kleinen Wanderweg handeln würde, der auch nicht so lang sein sollte (aber bis jetzt hatten die Aussagen von Herrn Dr. Rüßmann sich nicht erfüllt).

Wanderung Granitz

Die Wandertour zog sich also wieder mal über viele Stunden, aber der Weg war diesmal besser als in anderen Situationen, wie z.B. die erste Tour ins Hallenbad. Als wir endlich ankamen, spendierte uns Herr Dr. Rüßmann ein leckeres Eis, welches durch seine Rechtschreibfehler im Matheunterricht finanziert wurde.

Nachdem sich jeder sein Eis hatte schmecken lassen, ging es noch ein paar Treppen nach oben auf den Berg, wo wir schließlich das Jagdschloss sahen. Manche konnten dann den Turm hinaufgehen und wieder andere blieben unten und schauten sich das Jagdschloss von außen an.

Jagdschloss Granitz

Nach der Besichtigung ging es wieder mit dem Rasenden Roland in die Jugendherberge. Dort angekommen haben wir den restlichen Nachmittag am Strand verbracht und am Abend wurde dann auch noch lecker gegrillt.

Grillabend

Der krönende Abschluss war das Lagerfeuer am Strand, das vielen Spaß machte. Da es aber vorher wie aus Eimern geschüttet hatte, war das Holz für das geplante Lagerfeuer nass und wir hatten Probleme das Feuer zu entfachen. Am Ende klappte es dann endlich und alle konnten sich ihre Marshmallows grillen. 

Lagerfeuer

Die Stimmung war super und alle konnten sich ruhig ins Bett legen, nach dem anstrengenden Tag.

Deine 10e

                                                                           (Jasmin Kelm)

 

                                                                 Binz, den 24.06.2011

Liebes Klassentagebuch,

heute ist auch schon der letzte Tag den wir in Binz verbringen und dies merkt man auch schon beim Frühstück. Nach dem gestrigen Lagerfeuer sind viele noch müde und wollten lieber noch im Bett bleiben, als sich für den neuen Tag zu stärken. Als die 10e sich endlich aus dem Bett zerren konnte, ging es auch schon zum Frühstück.

Das Wetter war heute nicht so wie die letzten Tage, statt viel Sonne kamen heute eher die dunklen Regenwolken zum Vorschein. Es sah so aus, als würde auch Binz und sein Wetter nicht wollen, dass die 10e wieder nach Berlin fährt.

Naja... bei dem Wetter kann man nicht die ganze Zeit am Strand liegen, also starteten wir heute die lang ersehnte Schifffahrt zu den Kreidefelsen.

Es ging um 9:15 Uhr von der Jugendherberge los und die 10e machte sich auf den Weg zum nahe liegenden Steg. Dort holte uns die beschriebenen Wolken ein und alle wurden ziehmlich nass, wenn sie keine passenden Regensachen dabei hatten.

Pünktlich um 10:00 Uhr legte das Schiff an und wir konnten endlich an Bord gehen. Das Schiff fuhr mit uns dann zu den wunderschönen Kreidefelsen, jedoch hatte die Fahrt auch etwas mit "Rätsel raten" zu tun, da Frau Kross und Herr Dr. Rüßmann unser Gehirn auf die Probe stellen wollten.

Nachdem unser Schiff in Sassnitz angelegt hatte, ging es auch schon wieder weiter zu einem Bus, welcher uns zum Nationalpark Königstuhl brachte. Das Museum bot viele Dinge zum Betrachten, jedoch fehlte die Zeit sich alles in Ruhe anzuschauen. Also fuhren wir nach ca.1 1/2 wieder mit dem Bus nach Sassnitz und schließlich weiter nach Binz.

Am Nachmittag gingen alle noch einmal an den Strand und danach aßen wir noch, bevor es am Abend zum Ilatiener an der Promenade ging. (Was dort geschah bleibt ein Geheimnis).

Deine 10e

                                                                           (Jasmin Kelm)

 

Am nächsten Tag, also den 25.06.2011 ging es dann wieder nach Hause mit den beiden Zügen vom ersten Tag.

Der 10e bleibt somit nur noch 2 Tage an denen sie sich sehen: Dem anstehenden Wandertag und der Zeugnisausgabe.

 

 

 

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