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Club-Front(Außenansicht des markanten Vereinsgebäudes unseres Partners und Gastgebers Paddel-Club Wiking e.V., Gatower Straße 329, 14089 Berlin  – Skizze: Antonia, 2015)

Grundkurs Kanu im Schuljahr 2015

Im Sommersemester 2015 habe ich den GK Kanu bei Frau Neumann-Wanagas belegt. Das Semester startete damit, dass wir in der Schule einiges über das Kanufahren, die Technik des Paddelns und die Besonderheiten der Boote gelernt haben.


Grundsätzlich lässt sich sagen, dass das Erlernen der Grundtechnik des Kanufahrens nicht so schwierig ist und von jedem ohne besondere Voraussetzungen ausgeübt werden kann. Mit der Zeit lernt man die Bewegung zu optimieren und die Form zu verfeinern. Die wenigen Grundkenntnisse, die es zu beachten gilt, haben wir im Theorieunterricht gelernt, ebenso erhielten wir eine Einführung in den Umgang mit den Booten und der Ausrüstung. Unmittelbar nach den Osterferien konnte es dann losgehen mit den ersten Paddelschlägen.

Kanusport ist eine Wassersportart, bei der ein Kanute mit einem Kanu in Blickrichtung vorwärts fährt und sich durch Schläge mit einem Paddel fortbewegt. Das unterscheidet das Paddeln vom Rudern, denn es besteht keine feste Verbindung des Paddels zum Boot. Gelenkt wird das Kanu durch ein Heckruder, das über Seilzüge mit den Füßen verbunden ist und durch Fußbewegungen gesteuert wird.

Stephan Stiefenhöfer, mehrfacher Weltmeister im Wildwasserfahren, bezeichnet das Kanufahren als eine gute Sportart mit hohem Erlebnischarakter. Die Rotationsbewegung beim Kanufahren stärkt die obere Muskulatur des Rückens und die Bewegung ist nicht statisch, sondern dynamisch. Gekräftigt werden die Schultern, der Rücken, der Bauch und die Arme. Die Ausdauer lässt sich ebenfalls trainieren, das Herz-Kreislauf System wird gestärkt.

Kanusport zählt grundsätzlich zu den risikoärmeren Sportarten, so dass wir auch im Verlauf des Semesters neben kürzeren auch längere Touren unternommen haben. Ausgangspunkt unserer Touren war immer der Paddel-Club Wiking in Gatow, der uns auch die Boote zur Verfügung gestellt hat.

Unsere Paddelwanderungen führten uns entlang einer reizvollen Landschaft. Berlin sieht von der Wasserseite total anders aus! Wir absolvierten Touren zur Stößenseebrücke, zum Grunewaldturm oder nach „Klein Venedig“. Auf unseren Routen haben wir Kurzreferate über die angrenzenden Sehenswürdigkeiten gehalten oder uns über die Tiere, die uns begegnet sind, ausgetauscht. Es war immer ein Erlebnis, die Vielfalt der großen und kleinen Wasservögel zu beobachten. Uns begegneten nicht nur Enten, Blesshühner und Schwäne, sondern auch Reiher, Kormorane oder auch Raubvögel.

Unsere Touren haben wir manchmal unterwegs an Anlegestellen und Stränden unterbrochen, um unsere Technik zu vervollkommnen. Wir übten das Slalomfahren, Sprints, das Wenden oder das Rückwärtsfahren. Manchmal haben wir auch angehalten, um uns mit einem Getränk oder einem Eis zu erfrischen oder auch ein kleines Picknick abzuhalten.

Nach der Rückkehr zum „Heimathafen“ waren das Anlegen und Aussteigen sowie das Auswassern der Boote immer wieder tolle Erlebnisse. Wer vorher auf der Tour kalt geworden ist, konnte sich jetzt bei der Fürsorge für die Boote erwärmen: Reinigen, trocknen und sicher verstauen – klingt lästig, gehört bei dieser Sportart aber dazu! Und auch dabei kann man im Team viel Spaß haben.

Der Grundkurs Kanu ist ein Highlight im Sportangebot der HCG. Für mich ist das eine erlebnisreiche und naturnahe Aktivität, bei der man neben der erforderlichen Disziplin auch Kraft, Ausdauer und Koordination üben, aber auch das Gefühl der Entspannung und des Ausgleichs empfinden kann.

Antonia Q3

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Fotos: Neumann-Wanagas; Bearbeitung: Heun