17.5.2012

Zwischenbilanz


1. HCO-Philo-Wettbewerb
Dr. Müller zieht eine Zwischenbilanz

Am Sonntag, den 12. 02. 2012 war Einsendeschluss des 1. Philo-Schreibwettbewerbs der HCO, der am 17. 11. 2011 (UNESCO-Welttag der Philosophie) gestartet worden war. Insgesamt 49 Schülerinnen und Schüler haben sich beteiligt:

  • 25 aus dem 10. Jahrgang
  • 11 aus dem 2. Semerster
  • 13 aus dem 4. Semester.

2 weitere Einsender konnten nicht mehr berücksichtigt werden, weil ihre Aufsätze verspätet eintrafen.

 

Nach der Erstlektüre aller Einsendungen stellt sich mir folgendes Bild dar: Die Mehrzahl der Beiträge gestaltet das Thema „Die Internet-Welt“ als locker formulierte

Diskussion der Vor- und Nachteile des Internets

für seine Nutzer bzw. die ganze Menschheit. Dabei wird – bis auf eine Ausnahme – ein sehr reflektierter und, wie von den Ausschreibekriterien nahegelegt, argumentativer Ton angeschlagen.

Aus vorwiegend ethischer Perspektive machen unsere Schüler/innen vor allem auf die verschiedenartigen Gefahren ungehemmten Surfens, Bloggens und Postens aufmerksam. So ergibt sich in den meisten Texten ein teils differenziertes, teils farbiges Bild der digitalen Welt, die aus der Sicht selbstverständlicher, aber auch problembewusster Nutzer kritisch bewertet wird.

Mindestens 6 Einsenderinnen, davon erstaunlicherweise 3 aus dem 10. Jahrgang, schaffen es sogar, ihre Gedanken in literarisch eindrucksvoller Stilisierung vorzutragen.


Philosophisch betrachtet, und es handelt sich ja in erster Linie um einen Philosophie-Wettbewerb, gehen die meisten Autor/innen das Thema sozialphilosophisch an, indem sie etwa kritisch nach den Verhaltens- und Einstellungsveränderungen, die unsere Informationsgesellschaft hervorgebracht hat, fragen oder nach vernünftigen Gebrauchsbedingungen für den Computer.

 

Zugunsten einer genaueren Betrachtung grenzen einige Beiträge das Thema perspektivisch ein: ein Aufsatz thematisiert das Netz rechtsphilosophisch, ein anderer ökonomiekritisch; ein dritter erkenntnistheoretisch im Hinblick auf das

Verhältnis von realer und virtueller Welt,

ein vierter kommunikationspsychologisch, indem er face-to-face-Dialoge mit digitalen vergleicht; auch mit dem Strukturwandel des Privaten – Stichwort facebook – beschäftigt sich eine HCO-Schülerin eingehend.

 

Kant


Jetzt ist es Sache der Philosophie-Lehrer, bis zum 22.04. (Kants Geburtstag) eine/n Gewinner/in zu ermitteln.

(Maßstab dafür sind die in der Ausschreibung genannten Kriterien Themenbezogenheit, philosophisches Verständnis, argumentative Schlüssigkeit und Originalität.) Bis dahin bitte ich um Geduld.

Allen Einsender/inne/n sei bereits heute herzlich gedankt! Es war mir ein Vergnügen, eure Texte für den 1. HCO-Philo-Wettbewerb zu lesen.


Herzliche Grüße,
Dr. Ulrich Müller

 

Artikelaktionen