Konzertberichte
KONZERTBERICHTE
Bläser-Serenade
Die Bläserserenade -
unser großes Open-Air-Event,
mit dem wir das Schuljahr traditionell verabschieden
und den Sommer mit seinen großen Ferien musikalisch begrüßen!
Zunächst hieß es für die fleißigen Musiker (hier Bläserklasse 7): Einspielen!
Derweil baute das Catering seine Leckereien auf, mit deren Einnahmen die Klassenfahrt der Klasse 5 von Frau Bussulat und Frau Wolff gesponsort werden konnte.
Eine schmucke Delegation der diesjährigen Abiturienten wies auf das "Easy Abi"-Desaster hin, von dem auch unser Abi-Ball betroffen war.
Mit der finanziellen Unterstützung von diesem Abend u.a. konnte das 4. Semester nun doch noch eine angemessenen Feierlichkeit ausrichten.
Und dann, um 19:00 Uhr, begann die Blasmusik:
Die Bläserklasse 7 unter der Leitung von Herrn Hartung begann den Abend
mit Verstärkung durch die Leistungskurs-Begleitkombo, die bereits als 'Die allerdreisten Drei' zum diesjährigen HCO-Jubiläumsball in der Zitadelle auftrat.
Die Marchin' Band unter der Leitung von Frau Bahn spielte eine kleine Auswahl ihres inzwischen umfangreichen Repertoires, mit dem sie bereits auf dem Kladower Maifest am 7.5.2011 zu hören war.
Die Festivalbesetzung vom 31.5.2011, an dem das Blasorchester der HCO am 1. Berliner Bläserklassenfestival teilnahm, spielte 3 Stücke aus dem Programm der Schöneberger Sporthalle
In großer Besetzung erklang Deep Purples "Smoke On The Water", bevor in allergrößter Besetzung "School Spirit" angestimmt wurde.
Text: Dana Bahn-Anschau
Fotos: Pascal Anschau
Czardas im Schatten der Buche und Samba-Trommeln im Gutsherrenhaus
Spätsommerliche Impressionen von der HCO-Musikfahrt (23.-25.09.2010)
Was so ein Doppeldeckerbus alles schlucken kann: über 80 Schüler, an die 100 Koffer und das Instrumentarium für 5 teilweise ausgewachsene Ensembles! Und richtig musikalisch wird die diesjährige Musikfahrt bereits in dem Augenblick, als Liederbücher ins Oberdeck befördert und Folk-Songs zur Gitarre gesungen werden. Da leuchten die sonnenbeschienenen Auen und Wälder Brandenburgs doppelt so hell. Ziel ist wieder einmal das Örtchen Gnewikow am Neuruppiner See, wo ein einzigartig schön gelegenes, und inzwischen auch ansprechend renoviertes Jugenddorf mit ehemaligem Gutshaus, Remise und Stallungen entstanden ist, das mehreren Gruppen gleichzeitig großzügigen Raum für Proben und Begegnungen bietet.
Das Gesangs-Duo Sarah Schröter & Janik Hölcher kann es kaum erwarten, ihre „Nine Crimes“ im Festsaal des klassizistischen Herrenhauses auszuprobieren. Davor lädt die Terrasse mit Seeblick zu einem Kaffee ein, der neben anderen Pausen-Snacks im neu errichteten Hofladen ausgeschenkt wird. Vom Kreativhaus vis-à-vis tönen üppige Bläserakkorde herüber: Frau Bussulat bringt ihre Bläserklasse mit einer harmonisierten Tonleiter in Form für die folgenden Songs aus aller Welt – „eine musikalische Weltreise“ heißt das übergeordnete Thema aller Musikbeiträge.
Gleichzeitig beginnt im selben Gebäude Frau Bahn mit ihrer Marchin‘ Band zu proben, doch die sommerlichen Temperaturen locken die Musiker/innen ins Freie, in den Schatten eines Laubbaumes vor dem Haupthaus. Hier sind Motivation und Aufmerksamkeit naturgemäß viel besser, und das für ein Eis gekommene Rentnerpaar beschließt, noch etwas länger zu bleiben, um ihnen zuzuhören. Jetzt übt eine Dreiergruppe ein paar schwere Stellen einzeln: Vor allem die Synkopen sitzen noch nicht richtig, und die Akzente müssen deutlicher herauskommen. Annika, Malou und Romina aus der 10 a wiederholen geduldig und sind zu Recht stolz, als die Stelle endlich klappt. „Als Trompeterin habe ich Mühe, die Lippenspannung über alle Übungen hinweg zu halten“, sagt Malou, „aber sonst ist hier alles super“.
Sabrina und Janna, zwei Schülerinnen der von Herrn Dr. Hassan betreuten Foto-AG, laufen von einem Probenraum zum anderen, um Aufnahmen für die geplante Video-Präsentation zum Konzert (siehe nachstehende Rezension) und für die Internet-Seite zu machen.
Aus den weit geöffneten Parterre-Fenstern des Haupthauses heraus höre ich den kleinen Chor von Stefan Mertens einen alpenländischen Jodler intonieren. Schärfer könnte der Kontrast zur Umgebung, zum darauffolgenden Evergreen „Greensleeves“ und dem straffen „Battle of Jericho“ gar nicht sein.
Wer nach ausgehängtem Plan gerade keine Probe hat, nutzt die Zeit gerne, um die 300 Meter zum See hinunterzugehen. Folgt man dem Uferweg nur wenige Schritte nach links oder rechts, so erfährt man ungetrübte Stille – durchbrochen nur von Flügelschlägen eines vorbeischwebenden Schwanenpaares.
Im „Festsaal“, der uns leider nur am Donnerstag zur Verfügung steht, probt inzwischen der Leistungskurs unter Leitung von Herrn Hartung „Waka, Waka“, den von Shakira gesungenen Titelsong zur WM: alles live, alles selbstgemacht, und alle sind mit großer Begeisterung dabei. Es ist schon jetzt klar, dass diese mitreißende Nummer der Final-Song des Schulkonzertes werden wird.
„Die Stücke, die wir spielen sind richtig gut“, verrät mir Benedikt, „nur das Essen ist mäßig.“ Dennoch gibt es um 18 Uhr Abendessen, aber das musikalische Leben hat sich damit längst noch nicht erschöpft. Es gibt eine Gemeinschaftsprobe des Oberstufenchors von Frau Haberland mit dem Leistungskurs von Herrn Hartung und Marius Krause als Schlagzeuger, alle Übrigen sind angehalten, mitzusingen. Doch damit nicht genug: Eine kleine Gruppe aus Lehrern und Schülern trommelt noch eine geschlagene Stunde Samba-Rhythmen in die helle Vollmondnacht, sodass das „Let it be“ einer Gitarrengruppe am Seeufer fast untergeht.
Gegen alle Vorhersagen meint es der Wettergott auch am Freitag absolut gut mit uns. Daher finden nicht nur alle Bläserproben, sondern auch das gemeinsame „Aufwärmen“ wieder draußen statt: Frau Haberland versteht es meisterhaft, unseren Kreislauf mit ebenso unkonventionellen wie spaßigen Stimmübungen in Schwung zu bringen. Davon profitiert ihr Oberstufenchor vor allem beim Üben eines „Mouth-Cha-Cha“ sowie des lateinamerikanischen „Un pochito cantas“.
Höhepunkt dieses Tages ist ein abendliches Lagerfeuer am See, mit spontanen Liedern, geröstetem Stockbrot, Plaudereien über Gott und die Welt. Zu allem führt der Himmel ein spektakuläres Wetterleuchten auf, und der Mond schmückt sich mit Wolkenflügeln. „Ich finde die Musikfahrt cool, weil man hier so viel mit Anderen zusammen Musik machen kann, wie das im Unterricht nie geht“, meint Joshua. Und Tilmann aus der 9 a fügt hinzu: „Musikmachen ist einfach schön. Außerdem habe ich viel Spaß mit meinen Klassenkameraden auf dem Zimmer.“ Da ist es auch nicht so schlimm, dass die Hausordnung den Jüngeren ab 22 Uhr Nachtruhe vorschreibt, während die Oberstufler bis Mitternacht draußen bleiben dürfen.
Samstag, tatsächlich schon der Abreisetag. Bereits vor dem Frühstück sind auf meinem Flur alle Koffer gepackt und ins „Kreativhaus“ gebracht worden, wo eine abschließende Durchlaufprobe aller Beteiligten stattfindet. Über sie kann ich nicht mehr berichten, da ich vier Leute, die am Schüler-Marathon teilnehmen, vorzeitig nach Berlin zurückbegleite. Die Interessen und Talente an der HCO sind eben vielfältig. Bis zur nächsten Musikfahrt!
Dr. Ulrich Müller
In 80 Minuten
von Gnewikow über Japan nach Südafrika
Ein filmischer Rückblick auf sonnige Probentage in Gnewikow am Neuruppiner See, von Herrn Hartung gekonnt zusammengeschnitten, von Herrn Müller mit Schumann‘scher Klaviermusik unterlegt, bildete den Auftakt zum diesjährigen Konzert der Musikfahrer. Nahtlos daran anschließend erschallt ein Männer-Frauen-Wechselgesang des Oberstufenchores, gleichsam als Lockruf zur Musik, ein Willkommensgruß der Eingeborenen Australiens: Abeeyo – Beeyo – Beeyembambam! Und erst dann tritt als Conférencier des Abends in bekannter, charmanter Manier Tobias Frieben auf und hält die Begrüßungs-Nummer aus „Cabaret“ bereit.
Der Oberstufenchor in Musizierlaune
„Un poquito cantas“ lautet die Südamerika-Performance des Oberstufenchors, dem Frau Haberland neben Stimmgewandtheit auch eine große Portion Hüftschwung hat angedeihen lassen – ein erster Stimmungsmacher für musikalische Weltreisen! Von hier ist es nicht weit in die Karabik, der Frau Bussulats blendend aufgelegte Bläserklasse mit einem schmissigen Piraten-Song huldigt. Da ist das beschauliche England, von Herrn Mertens‘ Mittelstufenchor mit „Greensleeves“ besungen, ein starker Kontrast, gefolgt vom kämpferischen Spiritual „Joshua fit the Battle of Jericho“.
Mit dem japanischen „Sakura, Sakura“ folgt eine Gemeinschaftspro-duktion von Oberstufenchor, Bläserklasse und Frau Bahns neu gegründeter Marchin‘ Band, die im ersten Teil außerdem noch einen “Sunny Samba“, einen ungarischen „Czardas“ sowie das berühmte „Pomp and Circumstance“ von Edward Elgar präsentiert. In dieser kompakt auftretenden Truppe wird besonders eindrucksvoll hörbar, wieviel die langjährigen Mitglieder der Bläserklassen inzwischen dazugelernt haben. Dazwischen noch ein paar zartere Farbtöne aus den USA: Ebenso expressiv wie intonationssicher zelebriert das Gesangs-Duo Sarah Schröter (zum Klavier) und Yannik Hölger (zur Gitarre) die „Nine Crimes“ von Damian Rice.
Sarah Schröter & Yannik Hölger im Duett
Die folgende Pause gehört im Großen und Ganzen dem abwechslungs-reichen Büffet, für das die Elternvertretung dankenswerterweise gesorgt hat. Hier erweist sich das Foyer der Schule wieder einmal als idealer Kommunikationsort.
Auf ins Konzert-Finale, das abwechslungsreicher nicht hätte beginnen können: Zuerst entführt uns die Marchin`Band mit ihrer „Farandole“, einem provenzalischen Volkstanz, in George Bizets Welt der heiteren Schauspielmusiken, die an Lustigkeit jedoch noch überboten wird durch die jodelnden, stampfenden, schenkelklopfenden „Hammerschmieds-gsölln“ aus Österreich (Mittelstufenchor u.a.). Dann ist es „a Katzen-sprung“ nach Deutschland, aber ein Meilenstein zu Robert Schumanns still verträumter Kinderszene „Von fremden Ländern und Menschen“, und von dort zu Amy McDonalds verzweifeltem Solo-Song „This is Life“, den Viola Cukor mit authentischer Leidensstimme zur Gitarre vorträgt.
Dies alles wird fortlaufend untermalt von Herrn Hassans wunderschön gestalteter Bilderpräsentation, die zu jeder Musik des Abends neben den Landesfarben auch einige typische Motive wie Buckingham Palace oder afrikanischen Strand zeigt.
Während der Musikfahrt (siehe vorstehenden Bericht "Czardas im Schatten der Buche und Samba-Trommeln im Gutsherrenhaus") hat sich spontan eine Schüler-Lehrer-Gruppe gebildet, um brasilianische Samba-Rhythmen zu trommeln. Ihre „Samba batucada“ ist zwar ohrenbetäubend laut, aber für alle Beteiligten ein Heidenspaß.
Unsere Reise endet in Südafrika: Zunächst singt der Oberstufenchor das traditionelle „Siyahamba“, anschließend, instrumental begleitet vom Leistungskurs, Miriam Makebas „Pata Pata“. Dann endlich leitet der Trommelrhythmus „Cou Cou“ den Abschluss-Song „Waka Waka“ ein, auf den alle Schülerinnen und Schüler so sehr gewartet haben, den sie, inspiriert von Shakiras WM-Präsentation, seit den ersten Proben leidenschaftlich lieben. Er ist der erwartete Erfolg und muss naturgemäß sofort wiederholt werden.
Tosender Applaus, von der Elternvertretung Sonnenblumengebinde für die Musiklehrer, bewegte Dankesworte Frau Meyers an alle Anwesenden.
Das große Finale: Leistungskurs & Chöre mit Waka, Waka
Text und Bilder: Dr. Ulrich Müller
***
Sommer, Sonne, blauer himmel: Bläserserenade 2010
17. Juni 2010 - Kaiserwetter, gut gelaunte Zuhörer und munter aufspielend:
Bläserklasse 7
(Leitung Frau Bussulat)
Bläserklasse 8
(Leitung Frau Bahn)
unterstützt durch Marius Krause
(LK Musik):
Auch diese 3. Bläsererenade war ein voller Erfolg.
Die Marchin' Band (Bläserklasse 8) spielte in bewährter Qualität unter anderem ihre Erfolgsstücke, die sie am 02. Juni im Kammermusiksaal unter großen Beifall aufgeführt hatte.
Über die Bläserklasse 7 staunten die Zuhörer nicht schlecht: Erst seit einem Jahr spielen diese Schülerinnen und Schüler ihre Instrumente?
Also: Alles rundum gelungen. Nächstes Jahr sehen wir uns wieder!
Großer Auftritt: Die Marchin’
Band der HCO im KMS
Aus vielen Bewerbern war sie ausgesucht worden, um zusammen mit neun anderen Gruppen bei den Musischen Wochen einen Einblick in die die Arbeit von Berliner Schulensembles zu geben.
Foto: Pascal Anschau
Bunt gemischt war das Programm am 2. Juni 2010 im Kammer-musiksaal der Philharmonie, beachtlich das, was geboten wurde. Mittendrin die 27 Bläserinnen und Bläser unserer Marchin’ Band (Bläserklasse 8), unterstützt von Marius Krause (LK Musik) am Schlagzeug, mit einer eindrucksvollen Leistung.
Foto: Pascal Anschau
Verantwortlich für diesen schönen Erfolg: Frau Bahn, die Leiterin der Marchin’ Band und der Bläserklasse 8, die die Idee hatte, sich für das Konzert zu bewerben und die mit ihrer exzellenten Probenarbeit für den souveränen Auftritt sorgte.
Viele zusätzliche Proben gab es und sogar ein ganzes Proben-Wochenende. Aber es hat sich gelohnt: So gut waren sie noch nie!
Foto: Pascal Anschau
Bläserklasse 7: Ihr erstes Konzert 2010
Am Dienstag, den 20. April um Punkt 19.30 Uhr marschierten 30
Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 7a und 7b gleichzeitig auf
ihren Instrumenten spielend in einer langen Reihe in die Aula ein – das
erste Konzert der neuen Bläserklasse hatte begonnen.
Eingeladen waren Eltern, Verwandte, Bekannte, Freunde und alle, die hören wollten, was die Schülerinnen und Schüler innerhalb eines guten halben Jahres auf ihren Instrumenten gelernt hatten. Und das konnte sich wirklich sehen und hören lassen. In dem bunt gemischten Programm waren neben zweistimmigen Stücken und Kanons auch bereits erste kleine Arrangements zu hören.
Jede Instrumentengruppe – sprich Klarinetten, Querflöten, Saxophone, Trompeten, Posaunen und Euphonien - hatte im Instrumentalunterricht ein eigenes Stück für diesen Abend vorbereitet. Am Schlagzeug wurde die Klasse souverän begleitet von Marius Krause aus dem LK Musik. (Ein dickes Dankeschön noch mal.)
So war es nicht verwunderlich, dass sich nach der eingeforderten Zugabe alle mit Blumen gegenseitig beglückwünschten. Ausgelassen und fröhlich klang der Abend am von den Eltern spendierten Buffet aus! Ein gelungenes Debüt – weitere Auftritte werden folgen!!!
Frau Bussulat stolz auf ihre Bläserklasse
Das war "HCO GOES CLASSIC" 2010
So haben es die beiden Tänzerinnen erlebt:
Am 25. März fand, wie jedes Jahr, der Abend ‚HCO goes Classic’ statt, an dem Schülerinnen und Schüler unserer Schule die Möglichkeit haben, auf ihrem Instrument etwas vorzutragen.
Wir sollten die Zweiten im Programm sein, darum warteten wir während des ersten Stücks vor der Aulatür. Langsam wurden wir nervös, denn es ist schon etwas anderes vor Leuten zu tanzen, die man kennt, als vor Fremden. Als das Anfangsstück zu Ende war, wurden wir von Frau Bahn in die Aula gebeten. Während wir uns aufstellten, stellte uns Frau Ambrosius dem Publikum vor. Als die Musik begann, vergaßen wir unsere Nervosität und tanzten zur Musik der Fliederfee aus dem Ballett Dornröschen. Nachdem die Musik geendet hatte, strahlten wir uns an- es war alles gut gegangen.
Allerdings kam der Applaus nur zögerlich, da das Publikum das Stück als zu kurz empfand. Doch konnten wir die Zuschauer mit unserem zweiten Stück, der Annen-Polka, zufrieden stellen, denn dieses war deutlich länger. Während des Tanzens vergaßen wir alles um uns herum und konzentrierten uns voll und ganz auf die Musik. Erst bei der Révérence merkten wir, wie anstrengend es doch gewesen war.
Insgesamt war es ein äußerst gelungener Abend und wir freuen uns darauf, auch im kommenden Jahr wieder teilzunehmen.
Tabitha Kühn und Louisa Spieß
Und hier noch einige andere Mitwirkende:
Prokofieff mit Gästen: Annika Strönisch und Frederika Haug
Applaus für Haydn: Fabian Katz
Höchste Konzentration: Ngoc-An Doan
Videos von Yannis Kommana/Jonas Schubert und Jan Bornemann
Weinachtskonzert 2009
Das Weihnachtskonzert am 10. Dezember 2009 war auch in diesem Jahr wieder ein großer Erfolg. Der Musikkritiker war vor Ort:
Farbige Lieder zum Fest
Alle Jahre wieder hört Herr Lehmann, der Hausmeister der HCO, auf den Adventsruf „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ – und auch diesmal fanden viele Besucher des traditionellen Weihnachtskonzerts nur noch einen Stehplatz in der Schulaula.
Ein schwedisches „Hirtenlied“ auf den Lippen betrat der Oberstufenchor (Einstudierung: Frau Haberland) als erster die Bühne, die von den Elternvertreterinnen Frau Jelinek und Frau Köhrbrück festlich geschmückt worden war.
Zusammen mit einer um vierhändiges Klavier und Gitarre erweiterten Rhythmus-Gruppe ließen die rot-schwarz gekleideten Choristen dann noch ein spanisches Halleluja, „una canción alegre“, folgen, das dem Abend gleichsam als Leitmotiv diente.
In ihrer eingeflochtenen Begrüßungsansprache dankte Frau Ambrosius, die Musik-Fachleiterin, der Klasse 6a und ihrer Kunstlehrerin Frau Wagner für die aufwendig gestalteten Ankündigungsplakate sowie der Klasse 5a für ein Büffet, dessen Erlös einer Klassenreise behilflich sein soll. Darüber hinaus würdigte Frau Meyer, die Schulleiterin, vor allem den Einsatz der Eltern für diese Veranstaltung.
Weiter im Programm: Mit einem überaus spaßigen Aufzähl-Lied aus England („The twelve days of Christmas“), das Frau Herzog mit ihnen einstudiert hatte, erfreute uns Klasse 5a:
einer „wirklichen Liebe“ litaneiartig heruntergebetet und dazu jeweils ein passendes Bild wie die Nummer eines eingewechselten Fußballspielers in die Luft gehalten.
Natürlich durfte der Kult-Song „Last Christmas“ nicht fehlen: Der putzige Nikolaus-Mützen-Chor der Klasse 7a trug diesen Ohrwurm, im Wechsel mit Querflöte, Geige und Xylophon, vor.
Die Klasse 7d präsentierte sich mit instrumentalen Variationen über Richard Pottiers „Petit Papa Noel“: Die zarten Glöckchen-Klänge, einstudiert und sensibel am Piano begleitet von Frau Bahn, wirkten geradezu anrührend.
Szenenwechsel: Tanzend, schnipsend und schulterkreiselnd zelebrierten acht als Ordenschwestern verkleidete Mädchen des Kurses WP 9 den urkomischen Song „My God“ aus dem berühmten Film „Sister Act“ und lösten damit naturgemäß ein schrilles Gekreische im Saal aus.
Nun meldete sich Frau Haberlands Oberstufenchor zurück: Während im sakralen „Carol of the Bells“ vor allem der sonore, tragende Klanggrund der Männerstimmen auffiel, gerieten die Sänger beim „Lord of the Dance“ rasch in vergnügliche Tanzlaunen, choreografiert von Juana Walter und prägnant unterstützt von zwei Rhythmus-Gitarren.
Der HCO eilt der Ruf voraus, auf einer breiten Bildungsbasis viele Multitalente zu schmieden. Henrike Hillmann (3. Semester) verfügt
nicht nur über eine aufregend emotionale Rock-Stimme, sie ist auch eine exzellente Germanistin und Zeitungsautorin; ihre Gesangspartnerin und Kusine, Adele Hillmann (9c), verkörpert auf tänzerische Art glaubwürdige Bühnenpräsenz, besitzt außerdem eine gereifte ethische Reflexionskompetenz;
und der Pianist, Cousin Anton Hillmann (6a), ist schon als junger Spund ein Allrounder. Ihr im familiären Verbund gut geprobter, gekonnt gestalteter Song „All alone on Christmas“, eine sentimentale Rock-Nummer aus dem Film „Kevin – allein zu Haus“, animierte das Publikum zum Mitklatschen.
Kein Weihnachtskonzert verdiente diesen Namen ohne eine traditionelle Komponente, für die an diesem Tag der Mittelstufenchor sorgte:
Sein „Dona nobis pacem“ geriet überaus besinnlich, und das schöne Volkslied „Hört der Engel helle Lieder“ sprach ihrem Leiter und Dirigenten, Herrn Mertens, sichtlich aus der Seele.
Sein Leistungskurs wiederum überraschte mit einer selten gespielten
Fassung des Spirituals „Go down, Moses“, die von zwei elektrischen Gitarren begleitet wurde. In dem darauf folgenden alten Bernard-
Schlager „Winter Wonderland“, eigentlich ein Bossa Nova, den schon Bob Dylan und Frank Sinatra gesungen haben und zu dem es auch
einen ganz süßen deutschen Text gibt, gerieten die Musiker, gestützt von Timo Strönisch am Klavier, ins Schunkeln.
Mit herzergreifender Blues-Stimme und authentisch verkörpert trug Viola Cukor (1. Semester)
den Melanie Thornton-Song „Wonderful Dream“ vor, der durch die Coca-Cola-Werbung bekannt geworden ist. Dass sie sich auausnahmsweise nicht selbst auf der Gitarre begleitete, sondern von Herrn Mertens am Klavier „tragen“ ließ, kam der Emotionalität ihrer durchgestylten Performance sichtlich zugute: überbordender Applaus!
Es war schon spät und so schlug die Stunde der Bläserklasse 8, die sich mit einem peppigen "Angel's Rock" in die gute Gesamtstimmung
hineinblies. Am Klavier begleitet von ihrer Leiterin Frau Bahn ließen Holz- und Blechbläser im Wechsel den farbenreichen Abend mit einem Weihnachtslieder-Potpourri ausklingen.
Selbstredend wie –singend durften die Besucher in „Kling, Glöckchen“ und „Stille Nacht“ ihrenTeil zur freudigen Stimmung des gelungenen Musikabend beitragen.
Ulrich Müller
Fotos:
Diana Neumann-Wanagas
Jochen Hartung

