17.5.2012

Musikfahrt 2011

 

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Kultsongs und Lagerfeuer-Romantik

Sonnige Eindrücke von der HCO-Musikfahrt, 1. - 3.9. 2011

 

mf1Das Jugenddorf „Neuruppiner See“ in Gnewikow am See: Besonders nachgefragt von Bläserklassen und Fußballschulen

 

Nur wenig hat sich gegenüber dem Vorjahr verändert im Jugenddorf Gnewikow an See, das sich seiner Beliebtheit als Ort für Schüleraktivitäten durchaus bewusst ist: der wohlfeil geschnittene Rasen darf nicht mehr betreten werden, er dient der Repräsentation dieser stattlich verzweigten, ehemaligen Gutshofanlage. Das schöne September-Wetter hat die Musikgruppe der HCO inzwischen genauso abonniert wie die zahlreichen Zimmer und Probenräume von Haupt- und Nebenhäusern. Daher konnten viele Übungen wieder draußen stattfinden, zwischen See, Garten, Sportanlage und Schlossgebäude, wo auch Trompeter und Posaunisten keine Anwohner stören.
 

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Janna und Svenja im freien Duett

 

Gleich nach dem Frühstück beginnt der Tag mit einem gemeinsamen Aufwärmen. Mit spaßigen Bewegungs-, Gliedmaßen-Koordinierungs- und Stimmen-Aufweckübungen bringt Frau Haberland jeden Kreislauf auf Trab, frisch und frei nach dem Motto: „Every morning I want to sing a song“.

 

mf3Traditionelles Warming up mit Frau Haberland

 

Danach begeben sich alle Musikanten laut vorgegebenem Probenplan in ihre Spielgruppen. Motto der diesjährigen Musikproben ist die Musik von den 50er Jahren bis heute – der Zeitraum des Bestehens der HCO.


Wir beginnen unseren Rundgang auf der Freifläche hinter dem „Kreativhaus“, wo 14 Mädchen und nur 1 Junge der Bläserklasse 8 von Herrn Hartung ihre Instrumente stimmen: erst die Klarinetten, dann Posaunen und nachfolgend Trompeten, Saxophone und Querflöten. Bevor mit den Piraten die Karibik erobert wird („Pirates of the Caribean“), muss noch eine ausgedehnte Tonleiter absolviert werden.


Auf der Terrasse des Kreativhauses hat die Marchin‘ Band unter Leitung von Frau Bahn gerade begonnen, einen Beatle-Blues zu intonieren: Holzbläser vorne, Blech dahinter und in einiger Distanz dazu das Schlagzeug. Frau Bahn ermahnt zur genauen Einhaltung eines gemeinsamen Tempos, vorgegeben von den beiden Schlagzeugern.

 

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Die Marchin‘ Band auf der Terrasse: Frau Bahn zeigt die Tonhöhen genau an.

 

Wir wandern weiter, überqueren die Dorfstraße und erreichen das Schlossgebäude, in dessen Festsaal der große Chor von Frau Haberland den Beatles-Klassiker „Yesterday“ dreistimmig zelebriert. „Atmen! Deutlicher sprechen! Crescendo aufbauen!“, lauten die Anweisungen, und siehe da, das Ergebnis ist harmonisch, rund, vollstimmig – einfach schön. Danach steht ein Stück auf dem Programm, das spürbar Vorbehalte weckt: ein Walzer nur zum Sprechen für 4stimmigen Chor von Ernst Toch. Ich werde ans Klavier gebeten, um das Ganze mit Akkorden zu unterlegen. Am Ausdruck einiger Sprecheinwürfe wird gearbeitet. Geduld ist gefragt. Endlich: Alle sind‘s zufrieden.

 

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Frau Haberland mit dem Chor im Festsaal

 

Die Anfangsklänge des nachfolgenden 4stimmigen „Lollipop“-Songs noch im Ohr verlassen wir den Schlosssaal und gehen durch den Garten hinüber zum Haupthaus, in dessen Seminarraum der kleine Chor von Herrn Mertens Kult-Songs wie „Wan‘ a be“, „Hey Jude“ und „Killing me softly“ einstudiert. Dabei dienen ein Keyboard zum Begleiten und ein Computer zum Anhören der Originalversionen als willkommene Hilfsmittel. Ich möchte wissen, wie diese Jüngsten unter den Teilnehmern die Musikfahrt beurteilen. „Cool“ und „einmal im Jahr ist zu wenig“, ertönt es nahezu gleichzeitig aus den Mündern von Daniya Charabée und Helena Berger.

 

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Herr Mertens als kritischer Zuhörer seines Youngster-Chores

 

Schräg über den Flur liegt ein weiterer Studioraum, in dem der Leistungskurs Q1 von Herrn Mertens weitgehend selbstständig „Imagine“ probt. Ich merke, dass der Einsatz der Gesangsstimmen, die außerdem noch auf ihren Congas trommeln müssen, unsicher ist, und lasse die Einleitung der beiden Gitarristen zwei Mal wiederholen. Schon besser. Jetzt noch einen gemeinsamen sauberen Ton auf dem G‘‘ schaffen, und dann klingen Gitarren, Klarinette, Congas und Rassel wie eine Einheit.

 

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Der Leistungskurs des 1. Semesters ist in Sextett-Besetzung vertreten.

 

 

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Die fortgeschrittenen Musiker/innen bei einer Tanz- und Gesangs-Improvisation

 

 

Von hier aus geht’s noch einmal zurück in den Festsaal, wo inzwischen der Leistungskurs Q3 von Herrn Hartung den großen Chor abgelöst hat. Mit großem Spaß und einer Prise Albernheit trällern die Damen der ersten Reihe „Micha, mein Micha, und alles tut so weh“ aus dem Nina Hagen-Song „Du hast den Farbfilm vergessen“. Viel Lob vom Leiter für den melancholischen Gesang und die Euphonium-Begleitung von Jonathan Hasenburg. Sarah Schröter bewährt sich als sichere Klavierspielerin, und Yannis Kommana glänzt mit einem Trompeten-Solo.
 

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Das gleißend helle Sonnenlicht hat sich über den Farbfilm gelegt: Herr Hartung mit dem Leistungskurs des 3. Semesters.

 

 

Mittagspause. Nach dem gemeinsamen Essen gibt es Gelegenheiten, durch den Schlosspark zum See hinunterzugehen, am Hofladen einen Kaffee zu trinken, oder bei einer spontanen Tanzaktion vor dem Haupthaus mitzumachen.

 

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Gloria (ganz rechts) beim Anleiten einer Tanzgruppe

 

 

Der letzte Abend steht wie immer im Zeichen eines zünftigen Lagerfeuers mit Stockbrot-Essen und improvisiertem Gesang. Wenn die Flammen erst mal lodern und die Funken in den Nachthimmel sprühen, ist die Stimmung auf dem Höhepunkt.
Am nächsten Morgen steigt ein Gesamtdurchlauf aller erarbeiteten Stücke. Und dann heißt es wieder mal: Tschüss, bis nächstes Jahr!
 

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Drei Grazien beim mittäglichen Relaxen am See

 

 

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Drei andere Grazien beim abendlichen Erfrischen im See

 

mf14Bei festlichem Flutlicht probt Frau Bussulat mit allen Musikanten den Schluss-Song: Grenade

 

 

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Abschluss-Foto: Sämtliche Teilnehmer/innen der Musikfahrt.

 

 

Fotos: Carola Bussulat & Ulrich Müller; Bearbeitung: Heun

Text: Ulrich Müller

 

 

 



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