17.5.2012

Zitate zur Kopfgrafik

Besinnliches aus Philosophie, Religion und Mystik

kopfgrafik.jpg
Und du siehst die Berge, die du für unbeweglich hältst, wie Wolken dahingehen.

    (Sure 27:88)

Die Welt ist ein Meer, das Jenseits ein Ufer, das Schiff die Frömmigkeit, und die Menschen sind eine Reisegesellschaft.

     (Abu Ya'qub an-Nahradschuri)

 Beide Zitate stammen aus: Ulrich Holbein (Hrsg.), Dies Meer hat keine Ufer. Klassische Sufi-Mystik, Wiesbaden 2009, S. 9 u. 41.

Und da das Schiff ergriffen ward und konnte sich nicht wider den Wind richten, gaben wir's dahin und schwebten also.

     (Apostelgeschichte 27)

Ich, Johannes, der auch euer Bruder und Mitgenosse an der Trübsal ist und am Reich und an der Geduld Jesu Christi, war auf der Insel, die da heißt Patmos, um des Wortes Gottes willen und des Zeugnisses Jesu Christi.

     (Offenbarung des Johannes, 1,9)

Um im Meer der Worte Bibelfestigkeit zu erlangen, gehe auf  http://www.bibel-online.net/!

… und ich sage mir – du wirst die Insel nicht finden, wenn du nicht selbst die Insel bist im Lichte der Utopie!

     (Fred Wander)

 

Schon von frühester Jugend an haben mich mein Wille und mein Studium in die Bucht der Philosophie getrieben, und unter den gegenwärtigen schwersten Schlägen, von großem Sturm durchgerüttelt, habe ich mich in denselben Hafen geflüchtet, aus dem ich ausgelaufen war. O Philosophie, du Lenkerin des Lebens [...]!

(Cicero, 106 - 43 v. Chr.: Gespräche in Tusculum. 5. Buch, 5. Geschrieben 45 v. Chr.)

 

Mit der scheinbar unbegrenzten Ausbreitung ihrer materiellen Macht kommt die Menschheit in die Lage eines Kapitäns, dessen Schiff so stark aus Stahl und Eisen gebaut ist, daß die Magnetnadel seines Kompasses nur noch auf die Eisenmasse des Schiffes zeigt, nicht mehr nach Norden. Mit einem solchen Schiff kann man kein Ziel mehr erreichen; es wird nur noch im Kreis fahren und daneben dem Wind und der Strömung ausgeliefert sein.

(Werner Heisenberg: Das Naturbild der heutigen Physik. Hamburg: rowohlts deutsche enzyklopädie 8, 1955, S. 22)

Kant verglich "das Land des reinen Verstandes" in bildlicher Darstellung mit einer Insel im Ozean:

«Es ist das Land der Wahrheit, umgeben von einem weiten und stürmischen Ozeane, dem eigentlichen Sitze des Scheins, wo manche  Nebelbank, und manches bald wegschmelzende Eis neue Länder lügt, und indem es den auf Entdeckungen herumschwärmenden Seefahrer unaufhörlich mit leeren Hoffnungen täuscht, ihn in Abenteuer verflechtet, von denen er niemals ablassen und sie doch auch niemals zu Ende bringen kann. Ehe wir uns aber auf dieses Meer wagen, um es nach allen Breiten zu durchsuchen und gewiss zu werden, ob etwas in ihnen zu hoffen sei, so wird es nützlich sein, zuvor noch einen Blick auf die Karte des Landes zu werfen, das wir eben verlassen wollen, und zu fragen, ob wir mit dem, was es in sich enthält, nicht allenfalls zufrieden sein könnten oder auch aus Not zufrieden sein müssten, wenn es sonst überall keinen Boden gibt, auf dem wir uns anbauen könnten.»

(Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft, B 293 f.)

Artikelaktionen